Fragen über Yoga

Was sind Asanas und was unterscheidet sie von anderen körperlichen Übungen?

Das Wort Asana kommt aus dem Sanskrit und bezeichnet eine körperliche Stellung im Yoga. Anders als bei gymnastischen Übungen haben die Asanas besondere Wirkungen auf unseren Körper und Geist. Durch regelmäßiges Üben kann hier Energie gespeichert werden und geht nicht wie beim Sport verloren. Auch die spirituelle Entwicklung wird beim Praktizieren positiv unterstützt.

Asanas helfen außerdem frisches Blut in unsere Organe und Gelenke zu bringen und unterstützen den gesamten Blutkreislauf. Unsere Wirbelsäule wird gestärkt, beweglich und gesund erhalten. Das Hormon-, und Drüsensystem wird harmonisiert und Hormonausscheidungen werden auf richtige Weise unterstützt. Unsere Knochen und Muskeln erhalten Festigkeit. Die Verdauung wird positiv beeinflusst, die Verdauungsorgane werden gereingt und gekräftigt. Die Funktion der Lungen wird unterstützt und in Verbindung mit der Atmung wird die Wirkung einzelner Asanas intensiviert. Durch regelmäßiges Üben von Asanas arbeiten alle Systeme und Organe des Körpers harmonisch miteinander und bilden somit die Voraussetzung für eine gute Gesundheit. 

Was ist Pranayama und warum atmen wir im Yoga durch die Nase?

Pranayama kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Kontrolle des Pranas (der Lebensenergie). Wir lernen im Yoga durch Atemübungen und bewusstes Atmen unser Prana im Körper zu lenken und Energie zu speichern. Damit gewonnene Energie nicht verloren geht, steuern wir die Atmung nur über die Nase. Die richtige Atmung spielt in vielen Lebensbereichen eine wichtige Rolle. Atmung, Körper und Geist stehen in enger Verbindung. Durch Pranayama Übungen können wir ein höheres spirituelles Bewusstsein erreichen und viele Krankheiten vorbeugen. Je langsamer wir atmen, desto mehr kann Lebensenergie gespeichtert werden. Dadurch kann sich sogar die Lebensdauer erhöhen. Durch den Gasaustausch in der Lunge wird unser Blut besser gereinigt. Wir lernen langsamer zu atmen, stärken dadurch unser Herz und schulen unsere Konzentration, Willenskraft. Durch Pranayama werden wir entspannter und der Einstieg ins Meditieren fällt uns leichter.

Warum ist Meditation im Yoga so wichtig?

Um gesund zu bleiben, braucht auch unser Geist Nahrung und Pflege. Meditation ist das einzige Mittel, um ganz bei Dir anzukommen. Meditation befreit Dich von Stress, hilft Dir mit Emotionen besser umzugehen, gesund zu bleiben und Dich auf höhere Bewusstseinszustände begeben zu können. Du bringst spirituelle Energien zum fließen und schaffst Harmonie in allen Körpersystemen. Die Neurowissenschaft belegt mittlerweile, dass durch Mediation bestimmte Bereiche im Gehirn besser wachsen und sich Gehirnzellen erneuern können. Meditation stärkt das Gedächtnis und die Willenskraft, schenkt inneres Vertrauen, Zufriedenheit und Selbstbewusstsein. Meditation verbindet Dich mit deiner Seele und dem Göttlichen.

Was ist Savasana und warum gehört es in jede Yogastunde?

Savasana kommt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt Totenstellung. Am Ende jeder Stunde wird diese Entspannungshaltung eingenommen, entweder in Rücken oder Bauchlage um alle Glieder, Muskeln und Nerven loszulassen und tief zu entspannen. Savasana ist die wichtigste Asana im Yoga, da hier die Herztätigkeit beruhigt wird und sich der komplette Körper regenerieren kann. Durch die Asanas wird die Blutzirkulation im Körper bewusst für kurze Zeit an bestimmten Stellen unterbrochen. Während man Savasana praktiziert erhöht sich diese stark und der Blutstrom reist vermehrt Giftstoffe, Schlacken und Ablagerungen mit sich fort. Savasana entspannt unsere Glieder und Nerven, und auch besonders unser Geist kann tiefen entspannen und befreit sich von schlechten Gedanken, Ängsten und Sorgen. Eine Yogastunde ohne Savasana zu verlassen, ist nicht empfehlenswert. Gönne deinem Körper und Geist diese wichtige Zeit!

Warum spricht man im Yogaunterricht so wenig und hat oft die Augen geschlossen?

Vielleicht mag es für dich ungewöhnlich sein, dass es im Yogaunterricht etwas ruhiger zugeht. Mit der Zeit gewöhnst Du Dich sicher daran, denn nur so ist es Dir gut möglich, tief in Dein inneres einzutauchen und eine meditative Praxis auszuüben. Lasse Raum für innere Erfahrungen, Konzentration und Selbstbeobachtung und ermögliche dies auch anderen Teilnehmern. Das Schließen der Augen hilft Dir außerdem dabei, Dich vom Äußeren weg zu bewegen und ganz bei Dir selbst zu bleiben. Wenn dir das gelegentliche Schließen der Augen anfangs sehr schwer fällt, kannst du dir auch einen Konzentrationspunkt am Boden suchen und dich nach und nach darauf einlassen, wenn du dich bereit fühlst.

Wie merke ich welche Übungen mir nicht gut tun?

Durch das achtsame Üben mit Dir selbst, bekommst Du immer mehr ein Gespür dafür, was dir gut tut. Egal wie flexibel oder kräftig du bist, passe dein Yoga an Dich an und gehe niemals mit Kraft,  Schwung und zuviel Ehrgeiz in eine Stellung. Lasse Stellungen weg, die Dir nicht gut tun oder gehe auf meine Variantenvorschläge ein. Achte außerdem auf deinen Atem, er zeigt Dir sehr genau, wann etwas zu intensiv ist. Fließt Dein Atem sehr unruhig oder hälst Du vor Anstrengung sogar den Atem an, dann begebe Dich in eine Entspannungshaltung und verbinde Dich erneut mit deinem Atem. Oft ist unser Zustand auch tagesformabhängig. Schau einfach, was Dir heute guttut.

 Warum werde ich im Yogaunterricht wenig durch praktische Hilfe korrigiert?

Ich gebe ganz bewusst wenig körperliche Hilfestellung, weil ich dir die Möglichkeit geben möchte, eigene Erfahrungen mit deinem Körper zu machen. Dich ständig aus Deinem Yogazustand herauszureisen, nur um perfekt in einer Haltung angekommen zu sein, empfinde ich als unsinnig. Mit der Zeit bekommst du ein Gespür für die richtige Haltung und natürlich gebe ich besonders viel sprachliche Hilfestellung, um dich bestmöglich zu unterstützen und Risiken zu vermeiden.

Hast du noch weitere Fragen, dann schreib mich an (Kontakt).

 
 
 
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